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Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel

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Vigabatrin

Handelsname:

Sabril®

Wirkmechanismen:

Verstärkung der GABA-erge Inhibition durch irreversible Hemmung des das GABA abbauenden Enzyms GABA-Transferase

Indikation:

Als Zusatzmedikament bei Epilepsie fokalen Ursprungs. Mittel der ersten Wahl zur Therapie des West-Syndroms.

Kontraindikationen:

Bekannte Sehstörungen oder Psychosen, Absencen

Dosis:

Erwachsene: 1–3 g/Tag, verteilt auf 2 Tagesdosen
Kinder: 60–100 mg/kg/Tag
Aufdosierung:
Erwachsene: Beginn mit 2 x 500 mg/Tag, nach einer Woche auf 2 x 1 g/Tag erhöhen, bei Bedarf nach einer weiteren Woche auf 2 x 1,5 g/Tag erhöhen
Kinder: In 3 Schritten wöchentlich auf Höchstdosis von 60–100 mg/kg/Tag erhöhen

Medikamentöse Interaktionen:

Keine außer Absenkung des Serum-Phenytoin-Spiegels um ca. ¼

Nebenwirkungen:

Häufig Selten
dauerhafte konzentrische
Gesichtsfeldeinschränkungen
Müdigkeit
Gewichtszunahme Tremor
Depression Ataxie
Kinder: Agitiertheit Induktion kognitiver Nebenwirkungen
Visusstörungen anderer Natur Psychose (2,5 %)
Somnolenz  

 

Kommentar:

Vigabatrin ist als Zusatzmedikament zur Behandlung von Epilepsie fokalen Ursprungs gut wirksam. Es ist Mittel der Wahl beim West-Syndrom. Entsprechend mehreren Studienberichten treten konzentrische Gesichtsfeldeinschränkungen bei 30–40 % der behandelten Patienten auf und sind bei 10 % aller Patienten hochgradig (>30 % laterale Gesichtsfeldeinschränkung). Die Gesichtsfelddefekte scheinen nach Absetzen des Medikamentes weitgehend irreversibel zu sein. Vigabatrin sollte von daher nach Aufklärung des Patienten als Zusatztherapeutikum erst eingesetzt werden, wenn alle anderen Möglichkeiten der Zusatztherapie erschöpft sind und die Anfallssituation gravierend ist.

Zusammenfassung:

Vorteile Nachteile
gute Add-on-Wirksamkeit bei fokalen Epilepsien zumeist irreversible, konzentrische Gesichtsfelddefekte
Mittel der Wahl beim West-Syndrom Psychoseinduktion
rasch eindosierbar Gewichtszunahme
kaum Interaktionen Depression
vorteilhafte Pharmakokinetik  


Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel: http://www.neuro-consil.de/html/privatpraxis.html

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