Epilepsie-Netz Epilepsie-Netz
 
Kontakt Suche Sitemap


Home
Epilepsie kompakt
Grundlagen
Klassifikationen
Pathophysiologie
Genetik
Verlauf
Diagnostik
Differentialdiagnostik
Therapie-Prinzipien
Antikonvulsiva
Notfall-Therapie
Erste Hilfe
Statustherapie
Grand-Mal-Status
Fokal-Status
Nonkonvulsiver Status
Syndrombezog. Therapie
Operative Therapie
Besondere Behandlungssituationen
Psychosoziales
Alternativbehandlung
Stichwortverzeichnis
Suche
Experten-Übersicht
Adressen (Kliniken)
Veranstaltungen
Links
Forum
Epilepsie-Ratgeber
Interessante Fälle
CME-Fortbildung
Sponsoren

Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel

Impressum


     
 

Therapie des non-konvulsiven Status epilepticus

Der non-konvulsive Status epilepticus ist in der Praxis noch wenig bekannt. Die differentialdiagnostische Abgrenzung gegenüber Bewusstseinsstörungen anderer Genese kann schwierig sein. Charakteristischerweise sind die Patienten fluktuierend verlangsamt und desorientiert. Es fehlen motorische Entäußerungen. Das EEG zeigt typische oder atypische Spike-Wave-Formationen in fluktuierender Frequenz oder länger anhaltende Paroxysmen rhythmischer Deltaaktivität, die generalisiert oder regional (bifrontal, biparietal) beobachtet werden können. Zur Diagnosestellung wird eine Benzodiazepin-Applikation (z. B. 3–5 mg Diazepam oder 1–2 mg Clonazepam) während einer EEG-Ableitung durchgeführt. Dies führt im positiven Fall sowohl zu einer Besserung oder Sanierung des EEG als auch zu einem Aufklaren des Patienten.

Das Mittel der Wahl ist zunächst Valproinsäure. Über 3–4 Tage werden 1500–3000 mg/Tag Valproinsäure i. v. appliziert. Hiernach wird auf eine orale Applikation von 900–1500 mg/Tag umgesetzt. Bei Therapieresistenz kann bei non-konvulsiven Staten fokaler Genese im 2. Schritt Phenytoin appliziert werden. Hier werden über 2–3 Tage 750–1000 mg/Tag i. v. appliziert und dann auf 300 mg/Tag orale Erhaltungsdosis umgesetzt. Bei non-konvulsiven Staten generalisierter Genese kann im 2. Schritt Lamotrigin zu Valproinsäure hinzugefügt werden. Beim reinen Absencenstatus kann zusätzlich zu Valproinsäure Ethosuximid (4 x 1 Tbl./Tag) angewendet werden.



Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel: http://www.neuro-consil.de/html/privatpraxis.html

Zum Anfang der Seite