Operative Komplikationen
Die Mortalität beträgt bei Temporallappen und extratemporalen Resektionen unter 0,5 %, bei Hemisphärektomien 3–5 %. Mit permanenten neurologischen Defiziten ist bei 0,5–2 % der Patienten zu rechnen. Die Gefahr einer postoperativen Hemiparese beträgt bei Eingriffen am Temporallappen ca. 0,5 %. Postoperative neuropsychologische Defizite beschränken sich im Wesentlichen auf eine reduzierte verbale Gedächtnisleistung bei linksseitigen Temporallappenresektionen. Diese sind testpsychologisch erfassbar, im Alltagsleben jedoch zumeist nicht beeinträchtigend. Die Callosotomie bedarf wegen häufiger postoperativer neuropsychologischer Komplikationen (Mutismus, Deafferentierungssyndrom) einer strengen Indikationsstellung und präziser prächirurgischer Epilepsiediagnostik. Die Komplikationsrate bei der Nervus-Vagus-Stimulation ist gering und beschränkt sich im Wesentlichen auf Heiserkeit während der Stimulation, seltene Stimmbandlähmungen oder Infektionen der Stimulatortasche.
Experimentelle Verfahren
Gamma-Knife
Die Destruktion des epileptogenen Hirnareals (z. B. des Hippocampus) mit hoch fokussierter Bestrahlung durch das Gamma-Knife wurde bei einer kleineren Patientengruppe durchgeführt. Deutliche Anfallsreduktionen bis hin zur Anfallsfreiheit treten bei >60 % nach 6–24 Monaten, durchschnittlich nach 10 Monaten auf. Eine endgültige Bewertung der Methode ist wegen kleiner Behandlungszahlen und fehlender Langzeitergebnisse aktuell nicht möglich.
Obsolete chirurgische Methoden
- Als nicht ausreichend effektiv haben sich an kleineren Patientengruppen erwiesen:
- Elektrostimulation des Kleinhirns Elektrostimulation des Thalamus
- stereotaktische Amygdalotomien
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