Epilepsie-Netz Epilepsie-Netz
 
Kontakt Suche Sitemap


Home
Epilepsie kompakt
Grundlagen
Klassifikationen
Epileptische Anfälle
Idiopath. general.
Fokale
Absencen
Topographie
Epileptische Syndrome
Pathophysiologie
Genetik
Verlauf
Diagnostik
Differentialdiagnostik
Therapie-Prinzipien
Antikonvulsiva
Notfall-Therapie
Syndrombezog. Therapie
Operative Therapie
Besondere Behandlungssituationen
Psychosoziales
Alternativbehandlung
Stichwortverzeichnis
Suche
Experten-Übersicht
Adressen (Kliniken)
Veranstaltungen
Links
Forum
Epilepsie-Ratgeber
Interessante Fälle
CME-Fortbildung
Sponsoren

Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel

Impressum


     
 

Idiopathisch generalisierte Anfälle

Folgende wesentliche Formen idiopathisch generalisierter Anfälle können unterschieden werden:

Absencen

Zumeist reine Bewusstseinsstörung für 2–10 Sekunden – selten länger; z. T. assoziiert mit Lidmyoklonien oder Mundwinkelmyoklonien oder konjugierter Bulbusdeviation nach oben; im EEG synchron begleitet von charakteristischen 3–4/s-Spikes und Wave-Muster; Frequenz: einzelne bis hunderte Absencen/Tag

Myoklonische Anfälle

Zumeist blitzartige, bilateral symmetrische, selten unilaterale, häufig armbetonte, klonische Konvulsionen; einzeln oder in Serien auftretend; prädominant bei der juvenilen myoklonischen Epilepsie (früheres Impulsiv-Petit-Mal); hierbei ist eine Spike-Wave- oder ein Polyspike-Wave-Komplex im EEG assoziiert mit einer myoklonischen Konvulsion; Frequenz der Anfälle: von wenigen pro Monat bis >100/Tag

Atonische Anfälle

Seltener Anfallstyp, plötzlicher Tonusverlust der Skelettmuskulatur; Sturz zumeist gefolgt von reglosem Am-Boden-Liegen; in leichterer Ausprägung kurzes Absacken der Extremitäten oder des Kopfes; Verletzungen überwiegend am Kopf, Bewusstseinsstörung bei kurzer Anfallsdauer unvollständig, Dauer zumeist wenige Sekunden, dann rasche Reorientierung; im EEG: generalisierte Abflachung, Polyspike-Wave-Komplexe oder schnelle, niederamplitudige Polyspikes

Tonische Anfälle

Zumeist abruptes Tonisieren aller Extremitäten, dabei Sturz oder Einnahme einer Haltungsschablone für einige Sekunden, abruptes Ende, zumeist nur partielle Bewusstseinsstörung und Amnesie, rasche Reorientierung, überwiegend nächtliches Auftreten, Frequenz: zumeist mehrere/Tag

Tonische Anfälle

Primär generalisierte tonisch-klonische Anfälle (primäre Grand Mal)

Diese verlaufen wie sekundär generalisierte Grand-Mal-Anfälle, es fehlen lediglich die initial einleitenden fokalen Zeichen und postiktale Herdhinweise. Abrupter Beginn, rascher vollständiger Bewusstseinsverlust, z. T. initiales Stöhnen, z. T. Blickwendung nach oben, tonische Kontraktion der Skelettmuskulatur (5–15 Sekunden); klonische, zumeist an allen Extremitäten auftretende symmetrische Konvulsionen, z. T. Einnässen oder Einkoten, häufig lateraler Zungenbiss oder Wangenbiss innen, respiratorischer Arrest, Zyanose; Dauer: 1–3 Minuten; postiktal: schlaffer Tonus, initial komatös, dann umdämmert und müde, Muskelkater, Erschlagenheit, Amnesie für das Ereignis, z. T. kognitive Störungen für Stunden oder bis zu einigen Tagen (besonders im Alter).



Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel: http://www.neuro-consil.de

Zum Anfang der Seite