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Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel

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MRT/CT/PET/SPECT

MRT/CT

Kernspintomografie und Computertomografie des Kopfes dienen dem Nachweis oder Ausschluss struktureller Hirnveränderungen als symptomatischer Ursache der Epilepsie.

temporo-laterale epileptogene Läsion links

Die Kernspintomografie des Kopfes ist bei der Diagnostik der Epilepsien obligat und der Computertomografie des Kopfes überlegen. Mit hoch auflösenden Dünnschichtverfahren und speziellen Sequenzen (T2, Protonenwichtung, Flair-Sequenzen) gelingt die Darstellung kleinster, kortikaler, morphologischer Läsionen. Bei Vorliegen einer hippocampalen Sklerose als einer der häufigsten Ursachen einer fokalen Epilepsie im Erwachsenenalter lässt sich diese in über 90 % kernspintomografisch darstellen. Die Kriterien für die MR-Diagnose hippocampale Sklerose sind: Signalanreicherung in der T2- oder Flair-Sequenz, Atrophie der hippocampalen Strukturen im Seitenvergleich oder absolut und Ausweitung des Temporalhorns.

Dysplasien lassen sich zumeist durch Signalanreicherungen in der T2- oder Flair-Sequenz oder in der protonengewichteten Darstellung oder durch Veränderung an der kortikalen Bandstruktur nachweisen. Gefäßmalformationen, wie z. B. Kavernome, lassen sich kernspintomografisch eindeutig erfassen und im Falle von arterio-venösen Malformationen mittels Kernspin-Angiografie abklären. Eine Computertomografie des Kopfes sollte bei Erstmanifestation von Anfällen durchgeführt werden, wenn eine Kernspintomografie nicht zur Verfügung steht. Die Darstellung der mediotemporalen Strukturen ist wegen Knochenüberlagerungseffekten im Vergleich mit der Kernspintomografie schlechter. Die Darstellung kleiner verkalkter intracerebraler Strukturen ist gegenüber der Kernspintomografie besser.

PET/SPECT

Positronenemissionstomografie (PET) und Singel-Photon-Emissions-Computertomografie (SPECT): Epileptische Herde stellen sich im anfallsfreien Intervall als hypoperfundierte/hypometabole Zonen dar.

Hippokampale Sklerose rechts

Dieser Umstand ist bei der Lokalisation des epileptischen Fokus im Rahmen der prächirurgischen Epilepsiediagnostik wichtig. Gelingt die Injektion eines radioaktiv markierten Tracers (HMPAO, ECD) wenige Sekunden nach Beginn eines Anfalles, so stellt sich das epileptogene Hirnareal im SPECT hyperperfundiert dar. Für die Routinediagnostik von Epilepsien sind SPECT oder PET jedoch nicht notwendig.



Zur neurologischen Privatpraxis Prof. Dr. Hufnagel: http://www.neuro-consil.de/html/privatpraxis.html

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