Laborchemische Untersuchungen des Blutbildes, der Leberenzyme, der harnpflichtigen Substanzen und der Serumelektrolyte sollten anfänglich bei jeder klinischen Kontrolle durchgeführt werden. Ist eine stabile Behandlungssituation erreicht und wurden bisher keine Auffälligkeiten festgestellt, so können laborchemische Kontrollen in größeren Abständen (z. B. 6 Monate) durchgeführt werden. Bei der Einstellung auf Felbamat müssen in den ersten 6 Monaten 14-tägige Kontrollen der Leberenzyme und des Blutbildes durchgeführt werden.
Die im Abschnitt „Pharmakokinetik“ des Kapitels „Antikonvulsiva“ angegebenen „mittleren“ Plasmakonzentrationen stellen lediglich einen ersten Zielbereich dar. Therapiert wird individuell nach Wirksamkeit und Verträglichkeit. Bei Therapieresistenz können die mittleren Plasmakonzentrationen überschritten werden, bis nicht mehr tolerable Nebenwirkungen auftreten. Erst dann ist das Medikament ausdosiert. Die Bestimmungen erfolgen möglichst medikamentennüchtern oder zu vergleichbaren Tageszeiten. Klinisch nicht relevant sind Serumspiegelbestimmungen bei Benzodiazepinen, Vigabatrin, Tiagabin, Gabapentin, Pregabalin, Zonisamid und Oxcarbazepin. |