Oxcarbazepin
Handelsname:
Trileptal
Wirkmechanismus:
Hemmung des spannungsabhängigen Natriumkanals.
Indikation:
Epilepsien fokalen Ursprungs
Kontraindikationen:
Bekannte Allergie auf Oxcarbazepin, Hyponatriämie <125 mmol/ml
Dosis:
Erwachsene: 600–2400 mg/Tag
Aufdosierung Erwachsene: initial 300–600 mg/Tag, alle 3–4 Tage um 300 mg/Tag erhöhen
Aufdosierung Kinder: initial 8–10 mg/kg/Tag, alle 3–4 Tage schrittweise erhöhen bis maximal 40 mg/kg/Tag
Faustregel:
Dosierung ähnlich Carbamazepin (Carbamazepindosis x 1,5 = Oxcarbazepindosis), keine Autoinduktion des Abbaus bei Oxcarbazepin
Medikamentöse Interaktionen:
Ähnlich Carbamazepin ist die Enzyminduktion geringer. Nebenwirkungen: Ähnlich Carbamazepin, nur seltener (fehlende Epoxidbildung), Allergien, Hyponatriämie, extrapyramidale Bewegungsstörung, Appetitlosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Ataxie, Dysarthrie, milde kognitive Beeinträchtigungen
Kommentar:
Oxcarbazepin ist als Carbamazepin-Abkömmling in zahlreichen Ländern des EU-Auslandes und international gut eingeführt. Die Zulassung in Deutschland erfolgt im Frühjahr 2000. Es besitzt das gleiche Wirkspektrum wie Carbamazepin. Die Enzyminduktion und die Nebenwirkungsraten sind deutlich geringer. Eine gute monotherapeutische Wirksamkeit ist nachgewiesen. |