Phenytoin
Handelsnamen:
Epanutin®, Phenhydan®, Zentropil
Wirkmechanismus:
Hemmung schnell repetitiver Entladungen am spannungsabhängigen Natriumkanal
Indikation:
Anfälle fokalen Ursprungs, Status epilepticus
Kontraindikationen:
Bekannte Phenytoin-Überempfindlichkeit, schwerwiegende Phenytoin-induzierte Nebenwirkungen wie z. B. Kleinhirnatrophien, des Weiteren: Leukopenie, AV-Block 2. und 3. Grades
Dosis:
Erwachsene: 200–350 mg/Tag oder 3–5 mg/kg/Tag Kinder: 5–7 mg/kg/Tag
Aufdosierung:
Kann zumeist ohne Probleme auch oral innerhalb weniger Tage aufdosiert werden. Wegen der Halbwertszeit kann Phenytoin in ein- oder zweimal täglichen Gaben appliziert werden.
Medikamentöse Interaktionen:
Phenytoin ist ein hepatischer Enzyminduktor und senkt die Serumkonzentrationen von z. B. Carbamazepin, oralen Contrazeptiva oder Glucocorticoiden. Durch Vigabatrin wird die Phenytoin-Konzentration um ca. 25 % abgesenkt. Der Phenytoinspiegel ist bei gleichzeitiger Anwendung von oralen Antikoagulantien, Disulfiram, Isoniazid, Sultiam und Sulfonamiden erhöht.
Nebenwirkungen: |