Topiramat
Website: Janssen-Cilag
Handelsname:
Topamax
Website:Topamax
Wirkmechanismen:
1. Hemmung des spannungsabhängigen Natriumkanals 2. Verstärkung der GABA-ergen Inhibition 3. Verminderung der Glutamat-ergen Exzitation 4. Carboanhydrasehemmung 5. Modulation von "high-voltage" aktivierten Ca-Kanälen
Indikation:
1. Zulassung zur Monotherapie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren mit neu diagnostizierter Epilepsie oder zur Umstellung auf eine Monotherapie
2. Zur Zusatztherapie bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren mit: - fokalen epileptischen Anfällen mit oder ohne sekundärer Generalisation - primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen - epileptischen Anfällen mit Lennox-Gastaut-Syndrom
Kontraindikationen:
Bekannte Überempfindlichkeit, Vorsicht bei Anwendung bei Patienten mit Nephrolithiasis, Leberinsuffizienz.
Bei Schwangeren sollte der Einsatz nach Nutzen-Risiko-Analyse eingesetzt werden, da die derzeitige Datenlage noch nicht ausreichend ist. Aus den bis heute erfassten Schwangerschaftsverläufen lässt sich kein kausaler Zusammenhang für Fehlbildungen unter Topiramat in Mono- oder Zusatztherapie belegen.
Dosis:
Erhaltungsdosis: Monotherapie Erwachsene: initiale Zieldosis 100 mg/Tag Monotherapie Kinder ab 2 Jahren: 3-6 mg/kg/Tag Zusatztherapie Erwachsene: 200-400 mg/Tag Zusatztherapie Kinder ab 2 Jahren: 5-9 mg/kg/Tag
Aufdosierung: Erwachsene: mit 25 mg/Tag beginnen, alle 1–2 Wochen um 25-50 mg/Tag steigern Kinder: mit 0,5-1 mg/kg/Tag beginnen und alle 1-2 Wochen um 0,5 - 1 mg/kg/Tag steigern
Medikamentöse Interaktionen:
Hepatische Enzyminduktoren führen zu einer Serum-Topiramat-Konzentration Absenkung. Durch Topiramat kann die Serum-Phenytoin-Konzentration leicht erhöht werden. Die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva wird durch Topiramat bis zu einer Dosierung von 200 mg (Monotherapie) nicht herabgesetzt.
Nebenwirkungen: |