Epilepsie verstehen, sicher reagieren, gut damit leben.
Rund 600.000 Menschen in Deutschland leben mit Epilepsie. Hier finden Betroffene und Angehörige verständliche, mit Leitlinien belegte Antworten zu Anfällen, Diagnose, Medikamenten und Alltag.
- Unabhängig & werbefrei bei Medikamenten
- Belegt mit Leitlinien & Fachinfos
- Stand September 2026
Jemand hat einen Anfall?
So helfen Sie richtig, auch ohne Vorwissen.
- Ruhe bewahren und auf die Uhr sehen: Wann hat der Anfall begonnen?
- Gefährliche Gegenstände wegräumen, Kopf weich abpolstern.
- Nicht festhalten und nichts in den Mund stecken.
- Nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen und bei der Person bleiben.
Was ist Epilepsie?
Epilepsie ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, bei der es wiederholt zu epileptischen Anfällen kommt – ausgelöst durch übermäßige oder synchrone elektrische Entladungen von Nervenzellen. Nach der international anerkannten Definition der ILAE (International League Against Epilepsy) liegt eine Epilepsie vor, wenn mindestens zwei unprovozierte Anfälle im Abstand von mehr als 24 Stunden aufgetreten sind, oder bereits ein Anfall mit einem erhöhten Wiederholungsrisiko von über 60 Prozent (ILAE 2014). Weltweit sind rund 50 Millionen Menschen betroffen, in Deutschland leben schätzungsweise 400.000 bis 800.000 Menschen mit dieser Diagnose (Deutsche Gesellschaft für Epileptologie).
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Grundwissen Epilepsie
Was Epilepsie ist, wie Anfälle entstehen, Ursachen, Symptome und Prognose.
Anfallsformen
Absencen, fokale und generalisierte Anfälle, psychogene Anfälle und Anfälle im Schlaf.
Epilepsie bei Kindern
Fieberkrampf, Rolando-Epilepsie, West-Syndrom und andere Epilepsien im Kindesalter.
Medikamente gegen Epilepsie
Antiepileptika im Überblick: Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.
- Lamotrigin
- Levetiracetam (Keppra)
- Valproat (Valproinsäure)
- Carbamazepin
- Oxcarbazepin
- Lacosamid
- Topiramat
- Benzodiazepine bei Epilepsie
- Zonisamid
- Phenytoin
- Primidon und Phenobarbital
- Gabapentin und Pregabalin bei Epilepsie
- Sultiam und Ethosuximid
- Lorazepam (Tavor)
- Buccolam (Midazolam)
- Clobazam (Frisium)
- Perampanel (Fycompa)
- Brivaracetam (Briviact)
Weitere Therapien
Wenn Medikamente nicht ausreichen: Vagusnervstimulation, Epilepsiechirurgie und weitere Verfahren.
Notfall & Erste Hilfe
Was bei einem Anfall zu tun ist, wann der Notruf nötig ist und was nach dem ersten Anfall passiert.
Leben mit Epilepsie
Führerschein, Beruf, Sport, Schwangerschaft, Verhütung und Schwerbehinderung.
Diagnostik
Wie Epilepsie festgestellt wird: Anamnese, EEG, MRT und Abgrenzung zu anderen Erkrankungen.
Epilepsie bei Hund und Katze
Anfälle bei Haustieren erkennen, behandeln und richtig reagieren.
Unabhängig und mit Quellen
Jeder Artikel stützt sich auf die aktuelle DGN-Leitlinie, die ILAE-Klassifikation und die Fachinformationen der Arzneimittel. Die Quellen stehen am Ende jedes Textes. Wir geben keine individuellen Therapieempfehlungen und werben nicht für Medikamente.
Ihre Ansprechpartner
Für Diagnose und Behandlung sind Neurologinnen und Neurologen, Epilepsie-Ambulanzen und die spezialisierten Epilepsiezentren der Universitätskliniken zuständig. Unterstützung im Alltag bieten die Selbsthilfeverbände, etwa die Deutsche Epilepsievereinigung.